Abu Simbel - Tempel der Nefertari (Gemahlin Ramses II.), sog. kleiner Tempel)
Die zwei Tempel des Pharaos Ramses II. und seiner Gemahlin Nefertari liegen im Süden Ägyptens nahe der sudanesischen Grenze. Die in den Fels um 1250 v.u.Z. gehauenen Tempel lagen ürsprünglich im dünn besiedelten nubischen Niltal, 300 km südlich der eigentlichen Reichsgrenze des ersten Kataraktes. Nach einer beispiellosen UNESCO-Rettungsaktion stehen sie heute 60 Meter höher über dem Nasser-Stausee, der sich von Assuan 500 km nach Süden erstreckt.


Die beiden Felsentempel huldigen nicht nur den Göttern Amun-Ra, Ptah und Hathor, sondern sind gleichzeitig auch Ausdruck der königlichen Macht des Pharaos Ramses II und seiner Gemahlin. Eine Darstellung im Tempelinneren zeigt den Pharao, der die syrischen Feinde Ägyptens erschlägt. Die symbolische Drohgebärde verdeutlicht die Gottähnlichkeit des Herrschers. Diese Symbiose mit den Kräften des Alls garantiert die Ordnung der Welt.




In der Weihezeremonie wird die Königin, wie die Göttinnen, in den Proportionen elegant gestreckt dargestellt. Dadurch wird die Anmut der Figuren unterstrichen. Die Anch-Symbole in der Darstellung symbolisieren das ewige Leben, der charakteristische Kopfschmuck der Königin besteht aus Geierhaube, Sonnenscheibe und Straußenfedern.


Die Briefmarken des kongolesischen FDCs zeigen eine Abbildung der Göttin Hathor auf den viereckigen Innenpfeilern des Nefertaritempels. Die Göttin der Liebe, des Friedens, der Schönheit, des Tanzes, der Kunst und der Musik trägt auf dem Kopf ein Sistrum.
Die irakische Briefmarke aus dem Jahr 1966 zeigt die Königin Nefertari auf einem Wandrelief aus dem kleinen Tempel in Abu Simbel.