Commodus (Herrschaftszeit: 180 - 192), Sohn des Marcus Aurelius
166 wird Commodus mit 15 Jahren zum Caesar ernannt und damit eindeutig zum künftigen Kaisernachfolger mit Augustuswürde ausgewiesen. Bereits 177, im jugendlichen Alter von seinem Vater zum Mitkaiser erhoben, erhält er den Titel "Imperator Caesar Lucius Aelius Aurelius Commodus Augustus". 178 begeben sich beide Kaiser an die Donau, um dort gegen Germanen zu kämpfen und militärisches Prestige zu sammeln.


180 starb sein Vater in einem Militärlager an der Donau. Commodus war damit Alleinherrscher. Er bereitete das Begräbnis seines Vaters vor und schloss zügig Frieden mit den Germanen. Auf dem Sesterz ist im Revers der Genius Roms abgebildet. Er hält das Füllhorn und opfert mit einer Patera über einem Altar den Göttern.
Die ägyptische Tetradrachme zeigt rückseitig Pronoia, die römische Entsprechung der Providentia. Sie bewirkte die kluge Planung durch göttliche Voraussicht der römischen Kaiser. Bemerkenswert ist die Herrschaftsangabe "Jahr 30". Hier wird die Herrschaftszeit seines Vaters mitgezählt. Üblicherweise begann die Zählung der Herrschaftszeit eines neuen Kaisers in Ägypten immer mit dem Jahr 1 als Neustart.


Commodus kommt in der senatorischen Geschichtsschreibung, wie auch die "Schurkenkaiser und Wahnsinnigen" Tiberius, Caligula, Nero und Domitian", in einem verzerrtem tendenziösen Bild äußerst schlecht weg.
Schon als jugendlicher Mitkaiser Mark Aurels macht er während der Avidius-Cassius-Verschwörung mit dem Senat äußerst schlechte Erfahrungen, die sich im weiteren Verlauf noch verstärken. Infolgedessen setzt er zunehmend auf den Ritterstand und die Volksschichten. Er gerät in den Bann von Ratgebern aus Freigelassenen, was zu weiteren Konflikten mit dem Senat führt.

Die raetische Limes-Wehranlage Castra Vetoniana befindet sich in der Nähe des heutigen Eichstätt. Sie wurde unter Marc Aurel und Commodus durch Steinbauten ersetzt und ausgebaut. In dieser Zeit erhielt Commodus den Siegesnamen Germanicus (172). Stationiert war die "cohors I Breucorum", die erste Kohorte der Breuker. Es war eine 500 Mann starke Auxiliareinheit, davon 380 Fußsoldaten und 120 Reiter. Auf dem Foto ist die durch archäologische Befunde gestützte neuzeitliche Teilrekonstruktion zu sehen.

Der römische Bauinschriftenstein wurde bei archäologischen Grabungen gefunden. Die Inschrift war trotz der "damnatio memoriam" durch den Senat nach Commodus Ermordung erhalten geblieben.