Titus (Herrschaftszeit: 79 - 81), Sohn Vespasians

Titus (* 30. Dezember 39 in Rom; † 13. September 81 in Aquae Cutiliae) war als Nachfolger seines Vaters Vespasian der zweite römische Kaiser der flavischen Dynastie. Er regierte vom 24. Juni 79 bis zu seinem Tod im Jahr 81. Sein vollständiger Geburtsname war – wie der seines Vaters – Titus Flavius Vespasianus; als Kaiser führte er den Namen Imperator Titus Caesar divi Vespasiani filius Vespasianus Augustus. Titus war seit 71 Mitregent seines Vaters und führte dessen Politik nahtlos fort. In seine Regierungszeit fallen die Eröffnung des Colosseums und die Katastrophe des Vesuvausbruches in Süditalien.

Auf dem römischen Dupondius ist im Revers Felicitas abgebildet. Felicitas mit ihren Attributen Caduceus und Füllhorn, ist die Personifikation des Glücks, der Glückseligkeit und der Fruchtbarkeit. Sie war die göttliche Macht, die den glücklichen Ausgang eines Unternehmens beeinflußte.   

Noch unter Neros Herrschaft brach in Judäa ein jüdischer Aufstand aus. Vespasian und sein Sohn Titus wurden mit dessen Niederschlagung beauftragt. Im Jahr 70 wird Jerusalem durch die römischen Truppen erstürmt, wodurch die Stadt und der große zweite jüdische Tempel zerstört werden.

"Gerade noch rechtzeitig gelang es den Römern, die Tempelschätze in Sicherheit zu bringen, goldene Möbel, Trompeten, den Tisch für die Schaubrote und den siebenarmigen Leuchter. Dann überließen sie Herodes' großartiges Bauwerk dem Untergang." Ute Schall "Die Juden im Römischen Reich", Verlag Friedrich Pustet, 2002  

 

 

 

Museen:

 

 

Domitian (Herrschaftszeit: 81 - 96), Sohn Vespasians

Domitian war der letzte Kaiser der flavischen Dynastie, die der julisch-claudischen gefolgt war.

"Nur 27 Jahre blieben sie auf dem Thron und es hieß, Vespasian habe für Geld und Ordnung gesorgt, Titus für Menschlichkeit und Spiele und der jüngste, Domitian, für Gerechtigkeit und Majestät." Ute Schall "Domitian - Der römische Kaiser und seine Zeit",  Acabus 2011

"Vespasian war ein Bauer, der als Bauer starb, Titus ein Soldat, der als Menschenfreund verschied, und Domitian ein Kaiser, der ermordet wurde." Reinhard Raffalt "Große Kaiser Roms", München 1986 zitiert in "Domitian - Der römische Kaiser und seine Zeit" s.o.

 

Das As aus den Jahren 90 und 91 bildet rückseitig Virtus, die Personifikation der soldatischen Tugenden, ab (Tapferkeit, Edelmut, Treue, Ehrbarkeit, Standhaftigkeit). 

Domitians As zeigt im Revers Moneta mit Waage und Füllhorn. Moneta war die Gottheit, die die Herstellung der Münzen überwachte.

"Seit Domitian erscheint auf römischen Münzen die Darstellung der Moneta als Personifikation des Münzwesens oder der Münzprägestätte typischerweise mit einer Waage in der Hand. Ursprünglich bedeutete moneta „Mahnerin“ oder auch „Erinnerung“. Später erhielt die Münzstätte und dann das Geld diesen Namen. Moneta wird heute gewöhnlich mit „Geld“ übersetzt. Von diesem Wort leitet sich ebenfalls die deutsche Bezeichnung „Münzen“ ab. Im 17. Jahrhundert kam die damals studentische Bezeichnung „Moneten“ im deutschen Sprachgebrauch auf."  Quelle: Wikipedia

 

Museen:

"Aber sein Kampf mit dem Senat um die Autokratie beherrscht derart das Gesamtbild seiner Regierungstätigkeit, daß die Objektivität des Gesamturteils über ihn schon im Altertum darunter leiden mußte. So war Domitians Regierung der erste Versuch einer absoluten Monarchie, die sich in die von Augustus begründeten Formen nicht einfügen konnte. Domitian war ein energischer und selbstbewußter Mensch, von Ehrgeiz erfüllt, und hatte für das theatralische eine gewisse Neigung; 'dominus et deus' ließ er sich nennen." Julius Wolf "Die römische Kaiserzeit", Herder & Co Freiburg/ Breisgau 1932

 

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