Trajan (Herrschaftszeit: 98 - 117), 1. Adoptivkaiser, Adoptivsohn Nervas
Nach der Ermordung des Domitian wurde der greise Nerva vom Senat im Jahr 96 zum Kaiser berufen. Der Interimskaiser adoptierte 97 Marcus Ulpius Traianus, den bewährten Heerführer und Legaten von Obergermanien, und erhob ihn zum Mitregenten. Nach Nervas Tod wurde Trajan der erste nicht-italische Kaiser aus der Provinz Baetica in Iberien. Unter der Herrschaft des 1. Adoptivkaisers expandierte das Römische Reich im Jahr 117 zu seiner größten Ausdehnung.



Auf dem römischen Dupondius des Trajan ist im Revers Felicitas mit Füllhorn abgebildet. Felicitas Augusti war die göttliche Macht, die den glücklichen Ausgang einer Handlung des Kaisers beeinflußte.
Das As des Nerva zeigt das Bildnis des kaiserlichen Adoptiv-Vaters Trajans. Auf dem "Divus-Pater-Traianus-Denar" ist auf dem Avers der neue Kaiser und im Revers der vergöttlichte leibliche Vater Trajans, der wohl vor 100 starb, mit Zepter auf dem kurulischen Stuhl abgebildet. Dieser Denar verdeutlicht die enge Verbundenheit Trajans zu seinem biologischen Vater, den Legaten von Syrien, Sieger über die Parther und Prokonsul von Asia. Trajan lernte das Soldatenhandwerk von der Pike auf. Er diente unter seinem leiblichen Vater als Militärtribun in Syrien, kämpfte am Rhein und am Euphrat und hatte sich unter den Legionären einen sehr guten Ruf erworben.
Nachdem die dakischen Kriege siegreich beendet wurden kehrte Kaiser Trajan 107 nach Rom zurück. Es wurden 22 Tage Spiele und Siegesfeiern abgehalten.
"Die von Trajan nach Rom geschleppte Kriegsbeute soll 331 Tonnen Silber und 165 Tonnen Gold betragen haben." Quelle Wikipedia
"Nach Beendigung des zweiten Dakerkrieges feierte Kaiser Trajan in Rom einen Triumph und gab dem Volk prächtige Spiele und Spenden an Getreide, Öl und Wein. Die erbeuteten Schätze waren so gewaltig, daß der Senat die Errichtung der Trajanssäule und des Trajansforums beschloß, daß mit seinem Reiterstandbild noch 250 Jahre später den römischen Kaiser Constantius II. in Erstaunen versetzte." Wolfgang Seyfarth "Römische Geschichte Kaiserzeit 1" - Akademie Verlag Berlin 1980

Das ehemalige dakische Königreich wurde als römische Provinz "Dacia" in das Imperium eingegliedert. Der Eroberungsdenar zeigt im Revers einen trauernden Daker, sitzend auf einem Waffenhaufen nach links, darunter DAC CAP. Nach Trajans Sieg wurde in der Dobrudscha bei Adamklissi das "Tropaeum Traiani" dem Mars Ultor geweiht. Durchmesser und Höhe des Baus betrugen 40 m. Heute ist der antike Kernbau des Siegesdenkmals aus einer Stein- und Mörtelmasse und die Basis aus sieben Treppenreihen und dem unteren Umgang an ihrem ursprünglichen Standort erhalten. Daneben steht ein Modell des Tropaeum Traiani im Maßstab 1:20. Beide sind auf der rumänischen 1,75-Lei-Briefmarke aus dem Jahr 1975 abgebildet.

Auf dem Revers der dakischen Provinzialprägung (Münzstätte:
Sarmizegetusa, Münzrecht seit 246 durch Philippus Arabs) des Soldatenkaisers
Volusian ist die Personifikation der Provinz Dacia zu sehen. Dacia steht in der
Vorderansicht, den Kopf nach links. Sie hält in der ausgestreckten Hand rechts
einen Zweig und umfasst mit der Linken ein Zepter. Zu ihren Füßen links ein
Adler mit einem Kranz im Schnabel und rechts ein Löwe.
Der Adler ist das Symboltier der Legio XIII Gemina, die bereits mit den
Eroberungszügen durch Kaiser Traianus in dieses Gebiet kam. Der Löwe ist das
Wappen der Legio V Macedonica, die während der Markomannenkriege in Dakien
eingesetzt war.
Die rumänische 2-Lei-Briefmarke aus dem Jahr 1975 bildet die ausgegrabenen römischen Ruinen von Dobreta ab.
"Die Geschichte der Siedlung reicht zurück bis zur römischen Stadt Drobeta. Von dieser erhalten sind Reste der in den Jahren 102–105 erbauten Trajansbrücke, die vom bedeutenden römischen Architekten Apollodor von Damaskus stammt, sowie die Ruinen des dazugehörigen Militärlagers. Zwischen der Brücke und dem Militärlager entwickelte sich ein Vicus. 123–124 besuchte Kaiser Hadrian den Ort. Bei dieser Gelegenheit wurde Drobeta in den Rang eines Municipiums erhoben. Während der Zeit Kaiser Septimius Severus erlangte Drobeta den Rang einer Colonia. In der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts erreichte die Kolonie ihre maximale Ausdehnung, jedoch verließen die Römer im Jahr 271 die Provinz Dakien und Drobeta verfiel langsam." Quelle Wikipedia

Museen:
"Die herrscherbildlichen Qualitäten erfahren an dem Bildnis Trajans nicht nur eine Erneuerung, sondern auch eine sichtbare Steigerung. Unbestechlicher Ernst und Entschiedenheit im Sinne römischer 'gravitas' und 'serenitas' mischen sich mit Abstand gebietender Erhabenheit 'auctoritas' und Ruhe 'tranquillitas', Gerechtigkeit 'iustitia' und Milde 'clementia'. .... Optimus princeps (bester Princeps), dieser Titel ist Trajan 114 vom Senat zuerkannt worden." - Wolfgang Schindler "Römische Kaiser - Herrscherbild und Imperium" Koehler & Amelang Leipzig 1985

