Aphrodite/ Venus & Eros/ Amor
Aphrodite ist die Göttin der Schönheit und der Liebe. Den Griechen galt sie als die "Schaumgeborene" und dem Meer entstiegen.
Die zypriotische Briefmarkenedition aus dem Jahr 1979 zeigt im Hintergrund den Geburtsort "Petra tou Romiou" der Göttin im Distrikt Paphos auf Zypern. Auf dem 75ger Wert ist im Vordergrund die hellenistische Marmorstatue der "Aphrodite aus Soloi" zu sehen. Sie befindet sich heute im Cyprus Museum Nikosia. Der 125ger Wert zeigt die Figur der Aphrodite mit Muschel aus dem Gemälde "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli aus dem Jahr 1485/86 (Uffizien Florenz).
Aphrodite fungiert auch als Göttin der Blumen, Bäume und Früchte. Dabei sind ihr Anemone, Rose, Zypresse, Linde, Myrte und Apfel heilig.


Die 2 Meter hohe Statue "Venus von Milo" befindet sich im Louvre. Der Name des Künstlers ist nicht überliefert. Die griechische 90-Drachmen-Briefmarke aus dem Jahr 1993 zeigt die kauernde Aphrodite von Rhodos aus dem 1. Jahrhundert v.u.Z.
Auf dem Denar der Julia Soaemias (Mutter des Kaisers Elagabal) ist die Göttin Venus Caelestis mit Zepter und Apfel dargestellt. Die kleinasiatische Provinzialmünze aus Bithynien wurde zur Zeit des Soldatenkaisers Gallienus geprägt.


LITERATUR
geoffrey grigson "aphrodite - die biographie", thiele verlag 2008
Ortsbesichtigung:


Statuen




Eros/ Amor
Eros, Sohn von Aphrodite und Ares, ist ein Liebesgott, der im Denken der Griechen eine große Rolle spielte. Im Gegensatz dazu genoß er aber nur geringe kultische Verehrung. Als schöner knabenhafter Jüngling war er häufig nackt, geflügelt und mit Pfeil und Bogen dargestellt.
"Schließlich wurde er als verspielter Knabe gestaltet, der seine Pfeile auf Götter und Menschen abschoß, seine göttliche Würde aber mehr und mehr verlor. Gleichzeitig wuchs die Vorliebe, ihn nicht mehr als Einzelgestalt darzustellen, sondern in der Vielzahl als kleine geflügelte Eroten." Herder Lexikon "Griechische und römische Mythologie" Herder Freiburg Basel Wien 1995
Mit der Wiederentdeckung der Antike in der Renaissance am Ausgang des Mittelalters kulminierte dieser Trend. Die Eroten entwickelten sich dann schließlich im Barock zu kitschbelasteten "Putti".

Ein beliebtes Motiv in der Schwarzmeer-Region der römischen Provinzen war der "Ritt des jugendlichen Eros auf einem Delphin".

Die Provinzialmünze des Sohnes des Soldatenkaisers Philippus Arabs zeigt auf der Rückseite eine geflügelte Gestalt, die eine Fackel nach unten hält und sie löscht. Interpretationen sind diesbezüglich umstritten. Der griechische Totengott Thanathos löscht das symbolische Lebenslicht. Andererseits kann ein müder Eros als Symbol für eine erloschene Liebe stehen.