Wasserversorgung im Römischen Reich

Aquädukt des Claudius - Rom

Die Millionenmetropole Rom wurde zur Kaiserzeit von 11 großen Wasserleitungen versorgt. Der Bau der achten Wasserleitung wurde im Jahr 38 unter Caligula begonnen und als "Aqua Claudia" unter Claudius im Jahr 52 vollendet. Die Aqua Claudia erreichte eine maximale Höhe von 27,40 m. Sie wurde von 4 Gebirgsquellen gespeist und verlief über eine Strecke von 83 km. Die Wasserleistung dieser Leitung betrug ca. 2200 Liter pro Sekunde.

Das Aquädukt von Zaghouan wurde nach einem Besuch des Kaisers Hadrian in der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts errichtet und versorgte das römische Karthago mit Wasser.

"Das Aquädukt von Karthago ist eine Meisterleistung römischer Baukunst. Auf der Strecke von Zaghouan bis Karthago überwindet es in etwas mehr als 90 km nur 264 m Höhendifferenz, was ein durchschnittliches Gefälle von 0,3 % ergibt. Jedoch werden auf den ersten 6 km bis Moghrane bereits 130 m überwunden. Somit ist das restliche Gefälle bis Karthago durchschnittlich noch 0,15 %. In Moghrane mündet die später entstandene Leitung vom Djebel Djouggar, die weitere 33 km lang ist. Insgesamt hat das Aquädukt mit allen Nebenleitungen eine Länge von 132 km und gehört somit zu den längsten im römischen Reich. Die Leitung lieferte zwischen 200 und 370 l Wasser in der Sekunde, was zwischen 17 und 32 Mio. l im Tag ergab. Die Fließgeschwindigkeit betrug je nach Gefälle zwischen 3,5 und 5,5 km pro Stunde. Somit brauchte das Wasser etwa 1,5 bis 2 Tage von Zaghouan nach Karthago."  Quelle: Wikipedia

Aquädukt von Segovia

"Die Altstadt von Segovia gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe, ebenso der Aquädukt, der vom römischen Kaiser Domitian in Auftrag gegeben und unter Trajan 98 n. Chr. fertiggestellt wurde. Mit 728 m Länge und 118 Bögen von bis zu 28 m Höhe gilt er als besterhaltenes Zeugnis römischer Architektur auf der Iberischen Halbinsel. Er versorgte bis 1974 die Stadt mit Wasser aus Quellen des 17 km südlich der Stadt fließenden Río Frío." Quelle WIKIPEDIA

Aquädukt von Caesarea

Der einst 12 km lange Aquädukt von Caesarea versorgte das antike Caesarea mit Wasser aus dem nordöstlich gelegenen Karmelgebirge. Im Jahr 130 n.u.Z. ließ Kaiser Hadrian neues Aquädukt, parallel zum vorhandenen in Betrieb nehmen, da das Wachstum der Stadt zusätzliches Wasser erforderte. Die Kapazität wurde verdoppelt und die zwei parallelen Aquädukte lieferten 1200 Jahre lang Wasser.

Der am Aquädukt bei Beit Hanania, etwa 4,5 km nördlich von Ceasarea, angebrachte Ziegel erwähnt die Zehnte Legion (Legio X Fretensis). Er umfasst links das Legionärszeichen (das Emblem der Legion) und rechts von eine tabula ansata (Tisch mit Schwalbenschwanzgriffen) mit dem Text "IMP CAES (ar) TRIAN HADR (ianus)".

Pont du Gard (Nemausus)

Die 5-Euro-Banknote und die französische Feldpostkarte aus dem Jahr 1912 zeigen den südfranzösischen Aquädukt "Pont du Gard". Um die Stadt Nemausus (Nimes) mit Wasser zu versorgen bauten römische Ingenieure eine 50 km lange Wasserleitung. Zur Querung des Flusses Vardo fluvius (Gardon) wurde eine mächtige, in drei Stufen gestaltete Etagen-Bogenkonstruktion erbaut. Das Bauwerk hat eine Gesamthöhe von 22 m und eine Länge von 275 m. Die tägliche Wasserleistung betrug 20000 Kubikmeter für das kaiserzeitliche Nemausus mit einer Bevölkerung von etwa 20000 Einwohnern.


"Das gesamte Gefälle zwischen der Quelle und dem Wasserverteiler der Stadt beträgt lediglich 12 m. Das bedeutet, das ein durchschnittliches Gefälle von lediglich 24 cm pro km eingehalten werden musste! Auf welche Weise römische Zivilingenieure diese hochkomplizierte Berechnung anstellten, bleibt bis heute ungeklärt."  Wolfgang Wohlmayr "Römische Kunst" WGB Darmstadt 2011

           

 

 zurück zur Startseite: