Artemis - Diana
"Artemis-Diana" ist die populärste aller Göttinnen und die Schwester des "Apollon-Apollo". Primär ist sie die jungfräuliche Jagdgöttin. Sie vereinigte nach und nach Vielerlei von anderen lokalen Gottheiten auf sich. So bekam sie Wesenszüge, die ihr ursprünglich nicht eigen waren.

Artemis Tauropŏlos war die Pflegerin der Stiere und ist als Herrin der Tiere, hier die Schirmherrin der Viehzucht. Sie wurde in Amphipolis auch als Mondgöttin verehrt.
Der Alexandriner des Hadrian zeigt rückseitig einen Hirsch, oft mit der Jagdgöttin dargestellt, der Schutzgöttin der wilden Tiere.

"Griechische und Schweizer Archäologen haben einen der größten Artemis-Tempel der Antike auf der griechischen Insel Euböa entdeckt. Das unter dem Namen „Artemis Amarynthia“ bekannte Heiligtum stand im Altertum nahe der Kleinstadt Amarynthos rund elf Kilometer östlich von Eretria. Dies hatte der antike Geograph Pausanias im zweiten Jahrhundert nach Christus beschrieben. Archäologen hatten jahrelang gerätselt, wo genau der Tempel lag. Die Archäologen haben bislang die Grundmauern eines sehr großen Gebäudes freigelegt." taz am Wochenende vom 3. 11. 2007

Die 10-Pfund-Banknote aus Zypern zeigt einen Marmorkopf der Artemis im Zypernmuseum Nicosia aus dem 2. Jahrhundert n.u.Z.
Artemis von Perge
Perge wurde etwa 1000 v.u.Z. als Siedlung von Griechen an der pamphylischen Küste Kleinasiens gegründet. Als hellenistische Stadt besaß Perge eine Akropolis und eine Unterstadt, deren mächtige Stadtmauer ein quadratisches Areal von ca. 33 Ha umfaßte. Unter römischer Herrschaft entwickelte sich Perge weiter. Es wurde von etwa 5000 Einwohnern bewohnt, hatte eine neue Agora, 2 Thermen mit Palaestra, ein Stadion und ein Theater. Religiöser Mittelpunkt war der Tempel der Artemis von Perge, die aus einer phrygischen Muttergöttin hervorging.
Auf dem Tafelberg der Akropolis konnte das Heiligtum der Artemis durch die Grabungskampagnen des Professors Martini von der Justus-Liebig-Universität Gießen in den Jahren1993 bis 2008 nicht lokalisiert werden. 2001 wurde ein Inschriftrest für Diana Pergaea und Inschriften von Priesterinnen der Artemis von Perge gefunden.
Auf dem Avers ist das Kultbild der Artemis in einem zweisäuligen Tempel zu sehen. Sie trägt einen hohen Polos, eine turmartige Götterkrone, auf dem Kopf. Der Revers zeigt einen Köcher und Bogen, miteinander gekreuzt dargestellt. Die Legende benennt die Göttin der Stadt.

Die Tempeldarstellung in der kaiserzeitlichen Variante unterscheidet sich vorderseitig durch einen Adler im First des Heiligtums. Rückseitig ist Nike flankiert mit dem Namen der Stadtgöttin Artemidos Pergaias. Es wird spekuliert, ob die tiberianische Ausgabe dem Sieg seines Stief- und Adoptivvaters in Actium gewidmet ist oder dem siegreichen Tiberius selbst, anläßlich der Rückholung der bei Karrhai in Armenien verloren gegangenen Feldzeichen.
Artemis Anaitis von Hypaepa (Lydien)
Hypaepa war eine antike Stadt im alten Lydien nahe dem Nordufer des Cayster River und ca. 60 km östlich von Ephesus entfernt. Zur Zeit des persischen Achämeniden-Reiches war sie ein Zentrum der Verehrung der persischen Göttin Anahita.
In griechisch-römischer Zeit wandelte sich die Fruchtbarkeitsgöttin in "Artemis Anaitis" vom Typus Ephesia.
Römische Münzprägungen von Hypaepa existieren aus dem 3. Jahrhundert von den Severern bis zur Zeit des Soldatenkaisers Gallienus.
Museen/ Statuen/ Antike:

Statuen:
