Der Dionysos-Kult

Der Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott „Dionysos-Bacchus“  war im Besonderen auch der Gott des Weines, Rausches und der Ekstase.  Das zeigte sich im Römischen Reich in den sogenannten Bacchanalien.

Die Attribute des Dionysos sind der mit Efeu und Reben umkränzte Thyrsos (Stab) und der Kantharos (Trinkgefäß für Wein).  Außerdem wird er oft mit Panther- oder Tigerfellen dargestellt. Dem rauschhaft natürlichen dionysischen Prinzip steht das rationale apollinische gegenüber.

 

 

Dionysos heiratete die Sterbliche Ariadne, nachdem sie von von Theseus verlassen wurde, auf der Insel Naxos. Auf der algerischen Briefmarkenausgabe wird das Dionysos-Mosaik "Hochzeitszug mit Ariadne" in Setif Algerien gezeigt.

 

 

 

Unter den Gottheiten, die den Ziegenbock als Kennzeichen der Fruchtbarkeit mit sich führen, befindet sich auch Dionysos, dem Ziegenböcke zum Opfer gebracht werden. Der Thyrsos-Stab ist ein Attribut von Dionysos und soll aus einem Stängel  des Riesenfenchel bestanden haben. Er wird zumeist von den Begleitern des Gottes, den Mänaden und  Satyrn getragen.

„Der Thyrsos wird meist mit Binden oder mit Weinlaub umwunden dargestellt. An der Spitze befand sich eine Bekrönung aus Efeu oder Weinlaub, in späterer Zeit oft auch ein Pinienzapfen. Die Darstellungen der Bekrönung sind sehr unterschiedlich. Manchmal besteht sie aus einem Zweig mit einigen Blättern, manchmal ist es eine Fencheldolde, ein andermal ein kunstvolles, buschiges Gebinde mit in regelmäßigen Reihen angeordneten Efeublättern, manchmal sind die Blätter naturalistisch ausgeführt, manchmal nur durch Punkte angedeutet.“   Quelle Wikipedia

Die griechische Briefmarken-Edition zeigt das um 530 v.u.Z entstandene Innenbild einer Augenschale des Exekias. Sie befindet sich in der Antikensammlung München. Dieser Typus einer Trinkschale der vorklassischen Zeit hat auf der Außenwandung ein aufgemaltes Augenpaar.

Auf dem Bild ist der den Weinbringer Dionysos mit einem Rebstock im Schiff zu sehen. Er wird von Delphinen begleitet. 

Stefano Maggi ("Die Griechen - Geschichte und Reichtum einer alten Hochkultur", Whitestar Wiesbaden 2007) interpretiert die bildliche Darstellung und verortet die Entstehungszeit der attisch-schwarzfigurigen Schale des Malers Exekias etwas abweichend. Seiner Meinung nach entstand sie um ca.550/ 540 v.u.Z. Dionysos hat den Mast eines Piratenschiffes in einen Weinstock und die Besatzung in Delphine verwandelt.

Die beiden Eintrittskarten belegen die exponierte Stellung der Schale für die Antikensammlung München. 

"Wenn Exekias einmal das ganze Rund mit einem wundervollen Idyll, den von Delphinen umtanzten Bringer des Weinstocks im Segelboot, verziert, so gehört dies zu den Seltenheiten; die ziegelrote Bemalung des Grunds ist vollends ein Unikum."  Ernst Buschor "Griechische Vasenmalerei" R.Piper München, zweite Auflage 1914

 

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