Feinde Roms
Hannibal Barkas (247-183 v.u.Z.) - karthagischer Feldherr im 2. Punischen Krieg
(218-201 v.u.Z.)
Hannibal überraschte die Römer mit seiner
spektakulären Alpenüberquerung nach Oberitalien und brachte sie mit der
Vernichtung des römischen Heeres bei Cannae (-216) an den Rand einer
katastrophalen Niederlage. Der Krieg zog sich jedoch noch weitere 14 Jahre hin
und endete mit der Niederlage Hannibals bei Zama (-202). Der Krieg mit Karthago
wirkte letztendlich als Katalysator der römischen Expansion zum Weltreich hin.
"Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig.
Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr
aufzufinden."
Bertolt Brecht, Offener Brief an die
deutschen Künstler und Schriftsteller, 1951

Vercingetorix (82-46 v.u.Z.) - keltischer Fürst der Averner,
Anführer des gallischen Aufstandes gegen Cäsar
Im Jahr 52 v.u.Z. begann ein Aufstand der gallischen Stämme gegen die Römer
unter dem Anführer Vercingetorix. Vor Alesia kam es zur
Entscheidungsschlacht. Der Hasardeur Cäsar setzte alles auf ein Karte und ließ
einen 24 km langen doppelten Umfassungsring um Alesia bauen und schloß
Vecingetorix ein. Durch ein außerhalb stehendes keltisches Entsatzheer war er
dadurch ein belagerter Belagerer.
"Caesars waghalsige Vabanque-Spekulation ging auf. Er hatte mit der geringen
Ausdauer seiner Gegner gerechnet, ihrer Unfähigkeit, ein langfristiges
Belagerungsunternehmen zu organisieren und durchzuhalten, und natürlich auch
damit, daß Vercingetorix die Lebensmittel früher ausgehen würden als ihm
selbst." Gerhard Herm "Die Kelten - Das Volk, das aus dem Dunkel
kam" Econ-Verlag 1975
Schon am 5. Tag nach der Ankunft des keltischen Entsatzheeres tagte der
Kriegsrat und beschloß Vercingetorix nach seinem Willen an die Römer
auszuliefern. Noch bis zum Jahr 46 v.u.Z. war er Gefangener und wurde nach
Caesars Triumphzug hingerichtet.

Decebalus - letzter dakische König (85-106)
Schon Mitte der achtziger Jahre des 1. Jahrhunderts, während der Donaukriege
mit dem römischen Imperium unter Kaiser Domitian, kam Decebalus auf den Thron
des dakischen Königreiches. Auslöser der Kriege waren dakische Plünderungszüge
in den römischen Donauprovinzen. Decebal war eine charismatische Persönlichkeit mit
umfasssenden militärischen und politischen Kenntnissen. Er hatte weitreichende
Verbindungen zu germanischen Stämmen im Balkangebiet und konnte im Bündnis die
römischen Armeen auf dakischem Gebiet schlagen. Dies führte zu einem für Rom
schmählichen Kompromißfrieden, der sogar Tributzahlungen und Technologietransfer
für die Daker beinhaltete. Im Jahr 98 wurde Trajan römischer Kaiser. Zur
Sicherung der römischen Balkanprovinzen, Demonstration der Stärke des
Kaiserreiches und aus Legitimationsgründen führte er 2 Kriege gegen die Daker.
Nach der dakischen Niederlage wählte Decebalus den Freitod.


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