Der Isis-Kult

Zu den in der Kaiserzeit und Spätantike im Römischen Reich verbreiteten Mysterienkulten gehörte der ursprünglich aus Ägypten stammende Isiskult. Er gelangte mit den römischen Legionären bis nach Germanien und Britannien. Im griechisch-römischen Kult wurde Isis zur Herrin der Unterwelt, Überwinderin des Todes und Muttergottheit.

  

Die Kopten setzten als frühe Christen Isis und Harpokrates (Horuskind) mit Maria und dem Jesuskind gleich. Das Säugen des Kleinkindes ist ein häufiges Münzmotiv.

   

       

Im Ptolemäer-Reich fühlten sich die Königinnen als Inkarnation der Isis und ließen sich oft auf Drachmen und Obolen abbilden. Die Isis-Pharia war eine lokale Schutzgöttin der alexandrinischen Seefahrt. Die rumänische Briefmarke zeigt eine kaiserzeitliche Büste der Göttin Isis aus dem 1. Jahrhundert. Sie befindet sich heute im Archäologischen Museum Constanta (Tomis). Als Mondgöttin trägt sie als Attribut die Mondsichel auf dem Kopf.

              

  

 Die beiden Erstagsbriefe aus Obervolta beinhalten die  Rettung des hellenistischen Isis-Tempels in Philae wegen des Baus des Assuan-Staudammes. 

Im Alten Ägypten wurde seit dem mittleren Reich die Göttin Hathor durch Isis ersetzt. Isis übernahm dann deren Attribute (Sonnenscheibe zwischen Kuhhörnern) und fungierte auch als Herrin Himmelkörper. Daneben wird Isis auch mit der Geierhaube dargestellt.

 

Die 10-Denar-Note der Republik Nordmazedonien stellt auf der Rückseite die Statue der "Isis von Lychnidos" (Ohrid) dar. Die Marmor-Figur  stammt aus hellenistischer Zeit (2. Jahrhundert v.u.Z.)

  

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