Der Mithras-Kult
Der Mithraskult war seit dem 1. Jahrhundert n. u. Z. im
ganzen Römischen Reich verbreitet. Diese Mysterienreligion stand besonders
hinsichtlich ihres Erlösergedankens in direkter Konkurrenz zum Urchristentum.
Das Hauptmotiv auf Mithrasreliefs und Wandmalereien ist die Stiertötung durch
den Gott bzw. Genius Mithras. Aus dem Blut und Samen des Stiers regenerieren
sich die Erde und alles Leben.


Die armenische Münze zeigt den Tempel von Garni in der Nähe Jerewans. Er wurde 1909 bis 1910 durch den russisch-georgischen Orientalisten Nikolai Marr ausgegraben. Der 24säulige Basaltbau wurde rekonstruiert und ab 1969 wieder aufgebaut. Das Heiligtum entstand vermutlich im 1. Jahrhundert n.u.Z. und war dem Mithras geweiht.
Literatur:
franz cumont "die mysterien des mithra (1913)", reprint 1975, wiss. buchgesell. darmstadt
reinhold merkelbach "mithras", hain 1984
museen:


Die beiden Fackelträger Cautes und Cautopates bilden zusammen mit Mithras eine Trias. Sie symbolisierte den Sonnenaufgang, den höchsten Stand im Zenit und den Sonnenuntergang (gehobene und gesenkte Fackel). In einem anderen Aspekt war der eine Fackelträger das Sinnbild der Wärme und des Lebens, der andere das Symbol der Kälte und des Todes.