Stadtkult: Pomerium - kultische Stadtgrenze
Zu Beginn der Gründung einer römischen Stadt wurde durch die Priester eine heilige Furche in den Boden gezogen. Diese kultische Linie war der religiöse Bereich des Gemeinwesens und bildete außerdem eine Grenze zwischen bürgerlicher und militärischer Macht. Im Bereich des Pomeriums durften keine Waffen getragen werden (Ausnahme Triumphzüge). Liktoren mußten die Äxte aus den Rutenbündeln nehmen und Bestattungen waren verboten.
Die makedonische Provinzialmünze aus augusteischer Zeit zeigt zwei verschleierte Priester mit Ochsengespann, die im Rahmen einer Koloniegründung das Pomerium nach rechts pflügen.
Auf der spanischen Briefmarke ist der priesterliche Gründungsakt der Colonia Narbonensis Caesarina zu sehen.
Die Stadt (Anm.: Caceres in der Estremadura) geht zurück auf die etwa 2,5 km nordöstlichliegende römische Festungsanlage Castra Caecilia, die 79 v. Chr. von Caecilius Metellus Pius angelegt wurde. Eine keltiberische Ansiedlung, die etwa 35 v. Chr. vom römischen Prokonsul Gaius Norbanus Flaccus unter dem Namen Colonia Norbensis Caesarina als Stadt neu gegründet wurde, wird ebenfalls in der Umgebung von Cáceres lokalisiert. Quelle Wikipedia