Griechische und Römische Theater in Italien, Frankreich und Spanien

"Die Theateraufführungen in der Antike. waren nicht der Elite vorbehalten, sondern ein großes Fest für alle. Das Theater war daher ein Teil des städtischen Lebens und einer der wesentlichen Orte der Gemeinschaft. Die Zuschauer kannten die Autoren, die Handlungen, die Personen. Sie vergewisserten sich der Regisseure und der Darsteller. Sie applaudierten, wenn sie zufrieden waren, aber sie protestierten erbarmungslos bei Missfallen."  

Umberto Pappalardo "Antike Theater - Architektur, Kunst und Dichtung der Griechen und Römer" Michael Imhoff Verlag 2007

 

Taormina - italien:

  

Das berühmte Theater von Taormina befindet sich in einer Höhe von 214 m über dem Meeresspiegel und verfügt über ein eindrucksvolles Meerespanorama mit dem Vulkan Ätna im Hintergrund. Das Theater im griechischen Typus entstand in hellenistischer Zeit im 3. Jhd. v.u.Z.. In augusteischer Zeit wurde es in ein römisches Theater umgebaut. Der Zuschauerraum besitzt einen Durchmesser von 109 m. Das Theater ist mit 10.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Siziliens.

   

Syrakus - Griechisches Theater - Italien:

Im 5. Jhd. v.u.Z. wurde das Theater durch Quader aus örtlichem Kalkstein errichtet. In der klassischen Zeit führte man hier Stücke des Aristophanes und Aischylos auf. Im 3. Jhd. v.u.Z. erfolgte ein Umbau. Der Sitzraum im Theater hat einen Durchmesser von 139 m und faßt etwa 15.000 Zuschauer. Die Orchestra, die halbkreisförmige Darstellerbühne hat einen Durchmesser von 24 m. In der römischen Kaiserzeit wurde der Fußboden und das Bühnenhaus mit Marmor verkleidet. Seit 1914 ist das Theater Schauplatz klassischer Vorstellungen. 

       

lyon - frankreich:

Das große römische Theater in Lyon (Lugdunum) wurde in augusteischer Zeit um 15 v.u.Z. auf dem Berg Fourvière erbaut und ist eines der ältesten in Gallien. Unter Kaiser Hadrian wurde das Theater erweitert und bot dann etwa 10.000 Zuschauern Platz. Der Durchmesser des Zuschauerraums beträgt 108 m. Die halbrunde "Orchestra", die für Chorsätze, Tänzer und Komödianten bestimmt war hat einen Durchmesser von 27 m. Das große Theater war für Tragödien und Komödien vorgesehen. Im Areal befindet sich noch ein zweites kleines, ursprünglich überdachtes Theater (Odeon), auf dem Erstagsbrief links unten zu sehen. Das Odeion für ca. 3.000 Zuschauer wurde für politische oder philosophische Reden, für Musik und Poeten genutzt. Unter Antonius Pius, dem Nachfolger Hadrians, erfolgte Mitte des 2. Jahrhunderts die Fertigstellung. Das Gebäude war für die intellektuelle Elite konzipiert.

 

 

Orange - Frankreich:

Das Theater wurde im 1. Jahrhundert in der römischen Colonia Arausio unter der Herrschaft von Augustus errichtet. Es fasste etwa 10000 Zuschauer und gilt als eines der besterhaltenen römischen Theater in Europa. Das Bühnenhaus ist 103 m breit und 37 m hoch. 

 

Saragossa - Spanien:

Das augusteische Theater wurde im 1. Jahrhundert v.u.Z. in der römischen Colonia Caesaraugusta (Provinz Hispania Tarraconensis) errichtet.

  

MERIDA - Spanien:

Das von Agrippa im Jahr 15/16 in Auftrag gegebene römische Theater fasste ca. 5000 sitzende Zuschauer. Das Theater war aus Granitblöcken und Mauerwerk errichtet worden und mit Stuck und Marmorplatten verkleidet. Die Cavea (Zuschauerbereich) hatte im unteren Bereich einen Durchmesser von ca. 87 m, die halbkreisförmige Orchestra einen Durchmesser von 17 m. Die Hanglage des Cerro de San Albín wirkte sich positiv auf die Akustik des Baus aus. Die Bühne besitzt drei Zugänge und ein über zweieinhalb Meter hohes Podium.

"Im Römischen Reich war die Stadt (Anm.: heutiges Merida in der südwestspanischen Extremadura) unter dem Namen Emerita Augusta Hauptstadt der Provinz Lusitania. Sie wurde im Jahre 25 v. Chr. von Kaiser Augustus als Kolonie für Veteranen Römischer Legionen gegründet. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche repräsentative Gebäude errichtet: Theater, Amphitheater, Circus, Tempel, Brücken und Aquädukte. Über Jahrhunderte, bis zum Untergang des Römischen Reichs, war Mérida ein wichtiges wirtschaftliches, militärisches und kulturelles Zentrum."  Quelle: Wikipedia

 

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