Amphitheater in Trier

Das Amphitheater wurde am Ende des 2. Jahrhunderts n.u.Z. errichtet und bot etwa 18.000 Zuschauern Platz. Die steinernen Sitzreihen wurden in einen aufgeschütteten Hang eingebaut. Die ellipsenförmigen Anlage ist 210 m lang und zwischen 120 m und 150m breit. Das Amphitheater besaß 2 Hauptzugänge im Süden und Norden, so wie zwei seitliche im westlichen Bereich. Im Arena-Areal wurden Reste von wasserundurchlässigem Mörtel lokalisiert. Vor dem Einbau der Kelleranlagen sowie der Hebe- und Aufzugseinrichtungen im 3. Jahrhundert konnten Wasserflutungen für Naumachien durchgeführt werden. Gefundene und dendrologisch untersuchte Holzreste verweisen auf das Jahr 294 in die Zeit der Tetrarchie.

Seit 1816 fanden und finden Ausgrabungen und archäologische Untersuchungen statt. Hervorzuheben sind die Grabungen des Trierer Altertumforschers Domkapitular Johann Nikolaus von Wilmowsky im Jahr 1854 und des Museumsdirektors Felix Hettners 1891/92.

Im Jahr 1908 wurde durch Emil Krüger der Arenakeller freigelegt. 1922 erwarb die Stadt Trier das Grundstück.

1977-1979  legt Heinz Cüppers Sondagen im Amphitheaterbereich an und erfasst durch diese Suchschnitte Ausdehnung und Erhaltung der antiken Bauanlage. 1996-1999 werden durch Hans Peter Kuhnen Nachforschungen im Bereich des Petrisberghanges durchgeführt. Damit konnte das Amphitheater weitgehend virtuell rekonstruiert werden. (siehe: Kurzführer 15 - Amphitheater in Trier; Edition Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz 2005)

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