Pan, Satyr, Faun, Silen

Pan ist ein arkadischer Hirten- und Jägergott, halb ziegen- und halb menschengestaltig. Er spielt Panflöte im Gefolge des Dionysos, stellt Nymphen nach und kann panischen Schrecken durch plötzliches Auftauchen auslösen. Als Schlachtengott trägt er zum Sieg teil, wie angeblich in den Perserkriegen bei Marathon. Satyrn sind Waldgeister und Vegetationsdämonen, dem Pan äußerlich ähnlich. Ihre römische Entsprechung bilden die Faune. Silene sind halbmenschliche zweibeinige Pferdewesen, wurden aber oft auch als ältere Satyrn verstanden.

  

Die hellenistische Münze mit Pan im Avers wurde in der bosporanischen Hauptstadt Pantikapaion (heute Kertsch) im zweiten Jahrhundert v.u.Z. geprägt. Auf der Rückseite ist zwischen 2 Dioskurenhelmen mit Sternen ein Füllhorn zu sehen. Die Legende zeigt den Städtenamen "PANT".

Die Dioskuren waren göttliche Zwillinge, die in Tempeln verehrt wurden. Sie fungierten als Wegweiser für Seefahrer und Nothelfer in der Schlacht.

In der Antike wurde Chersones, wie auch Pantkapaion im 6. Jahrhundert v.u.Z. durch ionische Griechen aus Milet als Polis gegründet. Auf dem Gebiet der heutigen Krim und um das Asowsche Meer bildete sich später das hellenistische Bosporanische Reich, kurzzeitig durch den pontischen König Mithridates erobert und dann ein römischer Vasallenstaat.

1783 wurde Chersones neben den antiken Ruinen durch die russische Zarin Katharina II neugegründet und 1820 erfolgten Ausgrabungen durch russische Archäologen. Seit 2013 Chersones den Titel Weltkulturerbe.

 

 

Die westgriechische Tetradrachme aus Naxos, der ersten sizilischen Stadtgründung, stammt aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v.u.Z.

 

"Die Polis Naxos, das heutige Giardini-Naxos, wurde 735 v.Chr. von Bürgern aus Chalkis auf Euböa gegründet. Der Name verweist auf den Teil der Siedler von der Insel Naxos, von der auch der Dionysoskult übernommen wurde. Eben diesem Dionysos war auch die Vorderseite dieser Tetradrachme, dem größten der gängigen Silbernominale, gewidmet. Dabei stellt der Kopf ein herausragends Beispiel des "strengen Stils" dar. Die Rückseite war hingegen dem weisen und Musikliebenden Lehrer des Dionysos gewidmet. Dieser wandelte sich jedoch in der griechischen Mythologie mit der Zeit zu einem ständig betrunkenen Begleiter des Dionysos. Bei dieser Abbildung kann man bereits den beginnenden Wandel des Silenbilds erkennen, da er mit einem Trinkgefäß in der Hand dargestellt wurde. Um diese Münze als Münze aus Naxos zu kennzeichnen trug sie auf der Rückseite auch den Stadtnamen als Legende. Diese Angabe des Stadtnamens auf Münzen war Mitte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts bereits sehr weit verbreitet."  Kultur und Wissensschätze Bayerns/bavarikon

 

 

 

Die thrakisch-griechische Kleinmünze aus dem 5. Jahrhundert v.u.Z. wurde in der nordägäischen Polis Thasos auf der gleichnahmigen Insel geprägt.

 

 

        

 

Die bulgarische Maximumcard mit der 35 Stotinka-Briefmarke zeigt ein Silen-Porträt als Teil einer griechischen Vase.

 

 

03..02.2023

 

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