Delphi
Im berühmten delphischen Orakel weissagte der Gott Apollon selbst durch den Mund der Pythia. Das Heiligtum lag in der antiken Landschaft Phokis auf etwa 600m Höhe. Die ersten Bauten wurden etwa 800 v.u.Z. errichtet.
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Kernstück der Anlage bildet das Heilgtum des Apollon Pythios. Der fünfte und vorletzte Tempel erstreckte sich über einen Bereich von 59 m x 24 m. Er wies 6 x 15 Säulen auf, die wahrscheinlich eine Höhe von 8 m und einen Durchmesser von 1,8 m bis 1,35 m besaßen.
400 v.u.Z. wurde das Theater mit weissem Parnassgestein für etwa 5000 Zuschauer erbaut.
Die FDCs aus Frankreich und Griechenland zeigen die Tholos im Heiligtum der Athena Pronaia. Sie wurde um 390 v.u.Z. errichtet und besaß einen Durchmesser von 13,50 m mit 20 dorischen Säulen.
ortsbesichtigung:



Das Schatzhaus der Athener ist eines der berühmtesten Weihgeschenke und wahrscheinlich nach der Schlacht von Marathon errichtet worden. Es ist ca. 9,7 m lang und 6,6 m breit. Die Eingangseite ist mit 2 dorischen Säulen geschmückt. Der Bau besaß zahlreiche Friese mit Reliedarstellungen, die Amazonenkämpfe, Theseus- und Heraklestaten thematisierten. Es waren persische Waffen aus der Siegesbeute der Athener Südwand des Schatzhauses aufgestellt. Ab dem 3. Jahrhundert v.u.Z. wurden Ehreninschriften für Athener Bürger an den Wänden angebracht. Aus dem 2. Jahrhundert v.u.Z. sind zwei Hymnen an Apollon mit antiken Noten für Vokal- und Instrumentalmusik auf Inschriten erhalten.
Das Schatzhaus der Athener wurde 1903-1906 vom französischen Architekten Replat untersucht und rekonstruiert.


Der Wagenlenker ist als Meisterwerk der griechischen Bronzekunst in einem separaten Saal des Museums in Delphi zu bewundern. Er war Teil eines großen Weihgeschenks an den Tempel durch den Tyrannen Polyzalos der westgriechischen Polis Gela in Sizilien. Das Geschenk anläßlich seines Sieges im Wagenrennen bei den pythischen Spielen 474 v.u.Z. bestand neben dem Wagenlenker mit Viergespann auch aus zwei Einzelpferden mit reitenden Pflegern. Der Wagenlenker wurde 1896 durch französische Ausgräber entdeckt. Der antike Künstler des Meisterwerkes ist unbekannt.
literatur:
georges roux "orakel und kultstätten - delphi", hirmer verlag münchen 1971
Photios M. petsas "delphi - denkmäler und museum" krene verlag athen 2004