Philae - Tempelanlage der Isis

Der Tempel von Philae, Kultort der Göttin Isis, ist einer der best erhaltenen ptolemäischen Tempelanlagen Ägyptens. Der Isis-Kult auf dieser Insel geht auf die früheste Antike zurück. Die Geschichte der heute sichtbaren Anlage beginnt mit Nektanebos I. (380-362 v.u.Z.). Sie setzt sich in der Ptolemäer- und Römerzeit fort. Mindestens einmal im Jahr pilgerten die Ägypter zur heiligen Insel. Mit dem Bau des alten Assuan-Damms im Jahr 1898 durch die Engländer wurde die Insel 10 Monate im Jahr vom künstlichen Stausee überspült. Nur im August und September wurden die Schleusentore geöffnet, um den zu starken Druck des Hochwassers auf die Dammkrone zu vermeiden. In dieser Zeit war die heilige Insel oberhalb der Wasserfläche. Mit der Errichtung des großen Nasser-Staudamms drohte die Zerstörung der Tempelanlage. Infolgedessen wurde der Isis-Tempel durch italienische Experten zerlegt und auf der 500 m entfernten, höher gelegenen Insel Agilkia wieder aufgebaut.

Die K&K-Feldpostkarte nach Wien von 1918 zeigt den Flutungszustand der Tempelanlage von Philae seit der Inbetriebnahme des ersten Stausees von 1898.

           

 

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