Römerstraßen, Brücken, Verkehr
Auf dem Höhepunkt der Macht des Römischen Reiches umfaßte das Straßennetz des
Imperiums etwa 90 000 Km. Die römischen Legionen marschierten auf gut
ausgebauten Straßen, die in mühevoller Arbeit durch Sklaven, später durch die
Legionen selbst angelegt wurden. Auf dem ungarischen Briefmarkenblock steht
dafür der Kriegsgott Mars. Andere Nutzer des
Straßensystems waren Händler diverser Waren und Großerzeuger
landwirtschaftlicher Produkte (Latifundienbesitzer). Dies symbolisiert der
Götterbote Merkur, Schutzpatron der Händler und
Reisenden.

Wichtige Fernstraßen waren die italische Via Appia, die Via Egnatia auf dem
Balkan, die transalpine Via Claudia Augusta, die gallische Via Agrippa sowie die
hispanische Via Augusta.

Der römische Denar wurde anläßlich der Fertigstellung der Via Traiana in
Rom geprägt. Auf dem Revers ist eine liegende Frau mit Rad und Palmzweig sowie
entsprechender Benennung zu sehen. Von 109 bis 114 wurde unter dem Kaiser
Trajan auf eigene Kosten die "Via Traiana" als
Verlängerung der Via Appia, von Benevent bis Brindisi, erbaut. Aufgrund der dann
kürzeren Route konnte die Hafenstadt Brindisi zwecks eventueller
Truppenverschiffungen schneller erreicht werden. In der Stadt Benevent wurde aus
diesem Anlass ein Trajan-Ehrenbogen errichtet.


Zwischen Bari (Barium) und Brindisi (Brundisium) führte die Via Traiana
direkt durch das Stadtgebiet von Egnazia (Egnatia).
Brücken




Die 103 bis 105 von Legionspionieren unter Leitung des Architekten Apollodor von
Damaskus bei Dobreta errichtete steinerne Donaubrücke war 1000 m lang. Die
Trajansbrücke war die erste dauerhafte Brücke über die untere Donau. Sie diente
demTruppentransport im 2. dakischen Krieg und der Anbindung der Provinz Dacia an
das Imperium. Nach Aufgabe der Provinz und Abzug der römischen Truppen wurde die
Brücke um das Jahr 270 unter der Herrschaft des Kaisers Aurelian zerstört. Ihre
Existenz konnte durch Funde von Pfeilerfundamenten genau lokalisiert werden.
1932 existerten sechzehn 16 Pfeiler, 2003 nur noch acht Pfeilerreste.
Die Steinbrücke von Alcantara in der spanischen Extremadura wurde um 105
unter der Herrschaft Trajans errichtet. Sie ist die besterhaltene römische
Brücke, besteht aus Granit, ist 180 m lang und hat eine Höhe von 50 m.

Um 150 errichten die Römer eine steinerne Brücke, deren sieben Pfeiler
heute noch erhalten sind. Sie war mit dreihundert Metern Länge der dritte
errichtete römische Moselübergang. Die heute sichtbaren Steinwölbungen der
Brücke entstanden im Mittelalter.
Verkehr



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