Stadtkult:  Tyche-Fortuna mit der Mauerkrone und die 3 Chariten-Grazien

Im 2. Jhd. n.u.Z.  entfaltete sich der Stadtkult im gesamten Imperium Romanum. Die göttliche Stadt wurde in ihrer Personifikation durch die Mauerkrone tragende Tyche/ Fortuna verehrt.  Die 3 Grazien sollen der Stadt hier Wachstum, Frohsinn und Pracht verleihen.  Der Tempel, das „Tycheion“  stand häufig im Zentrum der Stadt neben der Agora. Tyche war die Beschützerin der Stadt und sollte für eine glückhafte Entwicklung sorgen.

 

Stadtgöttinnen:

ROMA:

Auch Städte hatten in der  Antike ihren eigenen Kult. Das personifizierte Gemeinwesen offenbarte göttliche Kräfte. Der Kult der Roma war für das Römische Reich der bedeutendste Stadtkult und für die Romanisierung des Imperiums von zentraler Bedeutung. Der Legende nach wurde Rom im Jahr 753 v.u.Z. gegründet und entwickelte sich von einem Bauerndorf in Latium zu der Metropole eines multi-ethnischen Weltreiches unter der PAX ROMANA mit einer griechisch-römischen Leitkultur.  

    

Alexandria:

Die durch Alexander dem Großen gegründete Stadt wurde zu einem bedeutenden hellenistischen urbanen Zentrum im östlichen Mittelmeerraum. In der Zeit des römischen Kaiserreiches war Alexandria die Drehscheibe der ägyptischen Getreideversorgung für Rom.

 

Die Tetradrachme des Nero aus dem Jahr 65 zeigt die Büste der Alexandria mit Elefantenhaube. Auf dem Revers der mittleren Münze hält die Stadtgöttin linkerhand eine Büste des Gottes Serapis und rechts ein Zepter. Geprägt wurde die Münze unter der Herrschaft des Diokletian im Jahr 290. Die Tetradrachme des Commodus von 187 bildet Alexandria bei der Bekränzung des Kaisers ab. 

                                      

zurück zur Startseite: