Griechisch-römische Theater in der Levante (Vorderasien)   

Bosra - Syrien:

"Das Theater von Bosra kann wegen seiner Architektur und hervorragenden Erhaltung mit Fug und Recht als exemplarisch für das Aussehen eines rein römischen Theaters gelten. Es liegt im Hauptort der erst 106 n. Chr. gegründeten provincia Arabia, die aus dem Reich des arabischen Stammes der Nabatäer hervorgegangen war."

Rüdiger Gogräfe "Theater im Römischen Reich - Bühne für Schauspieler, die Feiern des Imperiums und die Sponsoren des Reiches" Nünnerich-Asmus Verlag 2013

 

Das Theater von Bosra wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter der Herrschaft des Kaisers Septimius Severus fertiggestellt. Der dreigeschossige Bau besitzt einen Durchmesser von 102 m und konnte 15.000 Zuschauer aufnehmen.

 

Palmyra - Syrien:

Die syrische Briefmarke aus dem Jahr 1969 zeigt kein Amphitheater mit einer ovalen Arena, sondern ein Theater mit einer halbkreisförmigen Orchestra und einem Bühnenhaus. Der Durchmesser des Zuschauerraumes des Theaters mißt 92 m, der der Orchestra beträgt ca. 23 m. 

"Westlich der Säulenstraße liegt das (römische) Theater, das aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stammt. Früher hatte es vermutlich wesentlich mehr Sitzreihen als heute, die teilweise aus Holz gewesen sein könnten. Die Bühnenrückwand ist 48 m lang und 10,50 m tief. Sie stammt aus dem 3. Jahrhundert. Sie stellte den Eingang zu einem Palast mit einem zentralen königlichen Tor und zwei Seitentüren dar. Außer den beiden gewölbten Durchgängen besaß das Theater einen mittleren Eingang, der unter den Sitzreihen hindurchführte und auf die kreisförmige Straße hinausging. Das Theater wurde für Theaterstücke, aber auch für Tier- und Gladiatorenkämpfe genutzt. Am 4. Juli 2015 wurde ein Video veröffentlicht, das eine öffentliche Hinrichtung von 25 syrischen Soldaten durch sehr junge IS-Kämpfer (darunter anscheinend Jugendliche) vor Publikum auf der Bühne des Theaters zeigt; bereits zuvor war es dort wohl zu Hinrichtungen gekommen.Im Januar 2017 wurde das Bühnengebäude von IS-Kämpfern stark beschädigt; das Ausmaß der Zerstörung ist derzeit unklar."  Wikipedia

 

Bet She'an - Israel:

Das römische Theater von Bet She'an gilt als der besterhaltene Theaterbau von Israel. Er wurde im ersten Jahrhundert v.u.Z. errichtet und zur Zeit des Kaisers Septimius Severus (193-211) erweitert. Das Theater fasste etwa 6.000 Besucher, das Bühnenbild ist 90 m breit. Der untere Rang ist mit 15 Sitzreihen ausgestattet, die oberen Ränge sind heute nicht mehr vorhanden.

 

 

AMMAN - Jordanien:

 

 

"Das Römische Theater von Amman befindet sich im Zentrum von Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Es wurde entweder während der Regierungszeit von Antoninus Pius (138–161 n. Chr.) neu errichtet oder ein bereits vorhandenes Theater wurde zu dieser Zeit um- und ausgebaut.

In dem Theater fanden (nach unterschiedlichen Berechnungen) zwischen 6000 und 11.400 Personen Platz. Der Durchmesser des halbkreisförmigen Zuschauerraums (cavea) beträgt 102 m. Die Sitzstufen des Zuschauerraums sind durch zwei Umgänge in drei Abschnitte unterteilt. Der obere Abschnitt (summa cavea) besteht aus 17 Sitzreihen; der mittlere (media cavea) und der untere Abschnitt (ima cavea) bestehen aus jeweils 14 Sitzreihen.

In den 1950er und 1960er Jahren wurde das Theater restauriert und ist heute wieder in Gebrauch. Seit 2017 findet im Theater das Amman Opera Festival statt."  
Quelle Wikipedia

 

 

 

Umm-Qais (Gadara) - Jordanien:

Die antike Stadt Gadara (Umm Qais) befindet in Jordanien, 120 km nördlich von Amman und 80 km von Jerash/Gerasa.

"Das im 2. Jahrhundert gebaute Westtheater liegt in den Westabhang der Akropolis eingebettet. Seine Sitzstufen bieten ungefähr 3000 Zuschauern Platz und bestehen – wie auch die halbkreisförmige Orchestra – vollständig aus Basalt. Der Zuschauerraum besteht aus drei Stockwerken, die jeweils in keilförmige Sitzabteilungen aufgeteilt sind. Vom ursprünglichen Bühnengebäude, das einst die Sicht auf die umliegende Landschaft verdeckte, ist nur wenig erhalten geblieben. In der Antike dienten die Theater nicht nur der Aufführung von Schauspielen, sondern auch der Veranstaltung religiöser und politischer Feste. Das Westtheater wurde im 8. Jahrhundert durch ein Erdbeben teilweise zerstört."  Quelle: Wikipedia 

 

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