Tierkulte

Die Schlange Agathodaimon (grch. "guter Geist")

Agathodaimon ist ein schlangengestaltiger Schutzgeist des Hauses, eine schützende und Glück bringende Gottheit. 

"Im griechischen Alexanderroman wird berichtet, dass beim Bau Alexandrias die Arbeiter durch eine Schlange erschreckt worden seien. Alexander befahl, die Schlange zu töten und an der Stelle ein Heiligtum zu errichten. Als das Heiligtum fertiggestellt war, wären zahlreiche Schlangen erschienen und in die Häuser des Tempelbezirks geschlüpft. Diese Schlangen hätte man als Agathoi daimones verehrt." Quelle Wikipedia

"Im ptolemäischen Ägypten wurde Agathos Daimon mit dem altägyptischen Schicksalsgott Schai gleichgesetzt, der in seiner Tiergestalt als Schlange dargestellt wird. Außerdem entstand im griechisch-römischen Ägypten eine synkretistische Verbindung von Agathos Daimon mit der Urschlange Kneph."  Quelle Wikipedia

Neben religiösen Aspekten hatte die Wertschätzung der Schlange auch rein pragmatische Gründe. In der Antike von Ägypten bis zum Römischen Reich hielten Bauern Schlangen als Haustiere zum Schutz des Saatgutes vor Schädlingen. Erst später nahm die Katze deren "Stellung" ein.

 

Die römische Tetradrachme aus Alexandria zeigt die Agathodaimon-Schlange, dahinter das geflügelte Kerykeion, dem Glücksattribut des Hermes-Merkur und der Felicitas.

 

 

Das Schlangenorakel Glykon

Um 150 n.u.Z. tauchte im kleinasiatischen Raum in der paphlagonischen Stadt Abonuteichos ein charismatischer Betrüger namens Alexander mit einer zahmen Schlange auf, die er Glykon nannte. Er behauptete sie sei der auf die Erde herabgekommene Gott Asklepios. Infolgedessen wurde ein Orakelheiligtum etabliert, das im Römischen Reich sehr bekannt wurde. Sogar der Kaiser Marc Aurel holte sich dort Rat.

Die rumänische Briefmarke aus dem Jahr 1974 zeigt die Glykon-Schlange von Constanta, die sich im dortigen Archäologischen Museum befindet. Bei Ausgrabungen in den antiken Ruinen von Tomis im Jahr 1962 wurden diverse im 4 Jahrhundert vergrabene griechische Götterstatuen freigelegt. Diese Objekte waren aus Furcht vor der Zerstörung durch christliche Eiferer vergraben worden.

 

Die Glykonschlange ist ein Mischwesen der griechischen Mythologie, bestehend aus einem Antilopenkopf mit Menschenhaar und -ohren und einem Schlangenkörper. Erst durch das berüchtigte Glykon-Orakel erwarb sie kultische Bedeutung.

 

Die Schlange Und der Dreifuss

Der Dreifuß als dreifüßiges Gefäß oder Gestell auf dem ein Gefäß aufgesetzt werden konnte, wurde in der antiken Kultpraxis und bei Tempelriten in der Antike häufig eingesetzt. Auch diente der Dreifuß als Sitz der Orakelpriesterin Pythia in Delphi und war damit eng mit dem Apollonkult verbunden. Schlangen als göttliche erdgebundene Wesen konnten den Menschen durch Opfergaben günstig gestimmt werden. Sie ließen ihnen dann die guten Kräfte aus der Erdtiefe und den Segen der Toten zuteil werden.  

 

Schlangen- und Drachenkampf

Diverse Schlangenwesen und Drachen sind Kinder des Chaos und erregen Furcht als "Kakodaimon" - böser Daimon. Götter und Heroen haben Kämpfe mit ihnen zu bestehen. Um die Orakelstätte Delphi in Besitz zu nehmen, muss Apollon den Drachen Python bezwingen.

In der Neuzeit entwickelt sich aus diesem Topos das Bild des Drachentöters Sankt Georg, wie auf der kanadischen, der britischen aus Gibraltar und der russischen Münze zu sehen ist. 

 

"Die Laokoon-Gruppe in den Vatikanischen Museen ist die bedeutendste Darstellung des Todeskampfs Laokoons und seiner Söhne in der bildenden Kunst. Das Werk wurde bereits von Plinius dem Älteren besonders gelobt und erlangte nach seiner Wiederentdeckung 1506 große Bedeutung in der europäischen Geisteswelt. Die Skulptur der Bildhauer Hagesandros, Polydoros und Athanadoros aus Rhodos ist nur in einer 1,84 Meter hohen Marmorkopie aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. oder dem Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. erhalten. Das Original war vermutlich eine um 200 v. Chr. entstandene Bronzeplastik aus Pergamon, die nicht erhalten ist."  Quelle: Wikipedia

 

Horus - der Schutzgott der Pharaonen

Horus ist der Sohn des ägyptischen Unterweltgottes Osiris und der Himmelsgöttin Isis. Er tritt im ägyptischen Mythos als falkenköpfiger Gott oder in Greifvogelgestalt in Erscheinung. Als Erwachsener bekämpft und besiegt er seinen Onkel und Widersacher Seth im Streit um den ägyptischen Thron. Horus geleitet von da an die Seelen ins Totenreich und wird Schutzgott der Pharaonen, die in ihrer Titulatur unter anderem den Namen "lebendiger Horus" führen.

    

 

 

Der APIS-STIER: Orakel des schöpfergottes ptah

Im alten Ägypten hielt man die Apisstiere von Memphis für die Manifestation des Schöpfergottes Ptah und benutzte sie als Orakel für Weissagungen. Die Gläubigen konnten Fragen stellen, die dann mit 'ja' oder 'nein' beantwortet wurden. Der heilige Stier entschied das Anliegen des Fragenden, indem er entweder in das eine oder andere heilige Gehege lief.

 

 

 

Das Nilpferd - Manifestation des Seth und Schutzgeist

Der Kult war im alten Ägypten nur gering verreitet, da es zum Gefolge des Seth gehörte. Beide galten als gefährlich, kraftvoll, gewalttätig und schrecklich. Nilpferde konnten aber auch als Schutzgötter dienen, denn ihre Macht ließ sich auch gegen dunkle Mächte einsetzen. Dies zeigen Nilpferdfiguren als Grabbeigaben und Amulette in Form eines Nilpferdkopfes.

 

 

 

Bastet - heilige katzen

Die Katze war die verkleinerte Form des Löwen, nur dass sie sich selbst mit Futter versorgte und der Umgang mit ihr viel ungefährlicher war. Es gab Katzenpriester, die für die Bedürfnisse der Katzen sorgten. Eine Katze zu töten war ein schweres Verbrechen. Man erzählt sich sogar, dass beim Brand eines Hauses die Katze vor den eigenen Kindern gerettet wurde. Für verletzte Katzen gab es Heilungszauber. Wenn eine Katze starb, so trauerten alle Bewohner des Hauses. Die Katze war also auch im Volksglauben beliebt. Sie nahmen die Stellung eines Hausgötzen ein.

 

"Bastet wurde im Alten Reich in Bubastis und Memphis verehrt und der Kult breitete sich später über ganz Ägypten aus. Die Verehrung der Göttin erreichte schließlich während der griechisch-römischen Zeit im Alten Ägypten einen späten Höhepunkt. Als Kult ist die Opferung von zu diesem Zweck mumifizierten Katzen bekannt. Die Priester der Bastet zogen Katzen auf und boten diese der Bevölkerung zu Opferzwecken an. Kaufte ein Gläubiger eine Katze nach seiner Wahl, wurde diese von einem Priester getötet. Die tote Katze wurde daraufhin durch den Priester dem gleichen traditionellen Prozess der Mumifizierung unterzogen, der auch bei Menschen üblich war. Je nachdem, wie viel der Käufer bezahlte, bekam er von den Priestern entweder eine große Mumie ausgehändigt oder eine kleine. Der Käufer legte die Mumie daraufhin in eine speziell für den Zweck der Katzen-Opferung verwendete Grabkammer."  Quelle Wikipedia

                                                   

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