Troja - Homer - Schliemann

Die bronzezeitlich-mykenische Hochkultur (um 2000 v.u.Z.) bildet den Hintergrund für die Homerischen Epen. Archäologisch erschlossene Funde scheinen dies zu bestätigen. In der passenden Fundschicht "Troja VI" wurden jedoch Schriftrelikte mit hethitischen Hieroglyphen entdeckt.

"Das heißt, Troia VI war nicht Teil der griechisch-mykenischen Welt, wie von Schliemann bis Bleken alle früheren Ausgräber angenommen und betont hatten, sondern gehörte zum hethitischen Kulturkreis." 

Birgit Brandau "TROIA - Eine Stadt und ihr Mythos - Die neuesten Entdeckungen" Orbis 1997

 

 

"Homer gehört weder in die Morgendämmerung der von den Griechen besiedelten Welt noch an den Anfang der griechischen Sprache. Für uns ist er ein Anfang, weil in den beiden großen Epen der Ilias und der Odyssee, die ersten langen Texte in griechischer Sprache erhalten geblieben sind."

Robin Lane Fox "Die klassische Welt - Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian" Klett-Cotta 2010

 

 

 

Heinrich Schliemann, der spätere Entdecker Trojas, war schon als Kind überzeugt, daß die "Ilias" einen historischen Hintergrund hat und er Troja auffinden werde. 1871 begann er nach umfassenden Recherchen und Quellenstudium mit den Ausgrabungen am Hügel von Hissarlik. Nach vielfältigen Entbehrungen und Mühen fand er 1873 den sogenannten "Schatz des Priamos".   

 

 

 zurück zur Startseite:           Stand: 02.03.2025