Vergina - Makedonien
In der Nähe des heutigen Dorfes Vergina wurden 1977 durch den Archäologen Professor Andronikos drei unberührte Königshügelgräber entdeckt. In der Aufschüttung von 13 Meter Höhe und einem Durchmesser von 113 Metern verbargen sich die Gräber des Makedonenkönigs Philipp II., seines Enkels Alexander IV. und das Truhengrab einer Frau.
Unter Philipp II. gewann Makedonien in der Schlacht von Chaironeia 338 v.u.Z. die Hegemonie über weite Teile Griechenlands. Entscheidenten Anteil am Sieg hatte sein erst achtzehnjähriger Sohn Alexander III. als Reitergeneral.

Das linke Bild auf dem Erstagsbrief zeigt eine Querschnittdarstellung des Erdhügels mit dem großen Hügelgrab Philipps II.. Das Grab hat die Ausmaße von 9,50 m x 5,50 m und besteht aus zwei Kammern. Die Fassade hat eine Marmortür zwischen zwei dorischen Halbsäulen und oberhalb einen Fries mit einer Jagdszene. Im Grabkomplex wurden zahlreiche wertvolle Beigaben gefunden, die Gegenstand des griechischen Briefmarkensatzes aus dem Jahr 1979 sind. Die Funde befinden sich heute überwiegend im archäologischen Museum Thessaloniki.
Der 6'-Wert zeigt einen kleinen elfenbeinernen Kopf Philipps II., der die Querleiste eines Bettes schmückte. Auf dem 8'-Wert ist ein Goldkranz mit Myrtenblättern und Blüten zu sehen, der aus dem Vorraum des Philippsgrabes stammt. Gegenstand des 10'-Wertes ist ein kupfernes offenes Öllämpchen mit Tragehenkel und 3 tiergestaltigen Standfüßen.
Auf dem 14'-Wert wird die im Marmorsarkophag gefundene große goldene Urne mit vier tiergestaltigen Füßen im nicht restaurierten Zustand dargestellt. Die Seiten der Urne sind mit einem Friesband, das sich aus Lotosblüten und Palmetten im Wechsel zusammensetzt, sowie mit blauen Röschen verziert. Auf dem Urnendeckel befindet sich reliefartig der makedonische Stern, mittig die Goldblume umgeben von acht grpßen und acht kleinen Strahlen. Das alte Königsemblem ist auch heute noch das inoffizielle Symbol des griechischen Makedoniens, wie es auf der neuzeitlichen 100-Drachmen-Münze zusehen ist.
Der silberne Weinkrug auf dem 18'-Wert ist mit einem Silen-Kopf am Henkelansatz verziert. Der 20'-Wert zeigt ein Schlachtszenendetail auf einem goldenen skythischen Behälter für Pfeile und Bogen. Er stammt wahrscheinlich von makedonischen Kriegszügen gegen die Skythen. Auf dem 30'-Wert ist der mit Goldschmuck verzierte eiserne Brustpanzer Philipps zu sehen.