Antoninus Pius (Herrschaftszeit: 138 - 161), Adoptivsohn Hadrians
Antoninius Pius wurde als sehr wohlhabender Senator erst mit 51 Jahren von Hadrian adoptiert. Er war nicht begeistert von der Aussicht des Thronerbes und erbat sich deshalb einen Monat Bedenkzeit, bevor er zustimmte. Antoninus Pius galt in der senatorischen Geschichtsschreibung als umsichtiger Herrscher mit aristokratischer Haltung, maßvollem Wesen und natürlicher Gelassenheit. Sein Regierungsstil stand in vollem Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Reisekaiser Hadrian. In seiner 23jährigen Regierungszeit verließ er nie die Umgebung von Rom.

Auf dem römischen As am Ende seiner Regierungs- und Lebenszeit ist im Revers Annona abgebildet. Die Zivilbevölkerung wurde von Antoninus Pius großzügig unterstützt.
Antoninus Pius hatte das Glück, daß während seiner Regierungszeit nie mehr Soldaten benötigt wurden als aktuell unter Waffen standen. Hadrian hatte ein geordnetes und gesichertes Reich hinterlassen. Der auf der ägyptischen Tetradrachme abgebildete Kriegsgott scheint dem entgegenzustehen. Die Münzausgabe soll die Wehrbereitschaft des Imperiums ausdrücken.
Auch die makedonische Provinzialmünze mit dem geflügelten Blitzbündel des Götterkönigs Zeus symbolisiert Macht und Stärke des römischen Kaisers in der Welt.
"Nichtsdestotrotz war der Kriegsruhm der Römer so groß, daß Antoninus gelegentlich bedeutende Erfolge auch mit rein diplomatischen Mitteln erringen konnte. Ein einziger Brief an den Partherkönig Vologaeses reichte aus, diesen von Übergriffen nach Armenien abzuhalten, verbündete Könige und Nachbarstaaten zogen Antoninus als Schlichter bei Streitigkeiten heran."
Chris Scarre "Die römischen Kaiser" Bechtermünz 1998