Getreideversorgung in Rom - Annona

Auf der Rückseite des hadrianischen As ist Annona abgebildet. Sie war die Personifikation des Jahresertrags oder der Ernte, hauptsächlich von Getreide und die Schutzgöttin der Verschiffung der Ernte nach Rom. Ihr Name leitet sich von "annus" (lateinisch für Jahr) ab. Annona hält links den Modius, ein Getreide-Verteilungsgefäß und rechts ein Ruder. Der alexandrinische Obol des Kaisers Claudius zeigt im Avers eine Hand, die ein Bündel von Getreideähren und Mohnfrüchten hält. Die Hand des Kaisers sichert die ägyptische Ernte und garantiert die Getreideversorgung der Millionenmetropole Rom.

 

In der Kaiserzeit alimentierte der römische Staat ca. 20 % der Einwohner Roms. Unter Augustus erhielten ca. 200000 empfangsberechtigte Personen monatlich etwa 30 kg (5 Modien) ungemahlenen Weizen.

Schon der Gründer des Prinzipats Augustus erkannte die Bedeutung des äußerst fruchtbaren Niltales als neue Kornkammer für das Imperium Romanum. Daher bekam die neugegründete Provinz Aegyptus einen besonderen Status. Sie wurde dem Kaiser direkt unterstellt.

 

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