Der Serapis-Kult

Serapis ist ein hellenistischer Gott und in der Ikonographie als sitzender, bärtiger Mann zu sehen. Als Gott der Fruchtbarkeit und in seiner Bedeutung für die Getreideversorgung trägt er einen von Ähren umwundenen Kalathos. Als Gott der Nilschwemme vereinte er neben Osiris die Wesenszüge weiterer griechischer Götter: Hades, Zeus, Helios, Dionysos und Asklepios.

Die Titusmünze zeigt den Serapiskopf mit getragenem Kalathos. Auf der Münze des Reisekaisers Hadrian thront Serapis als Herr der Unterwelt mit Höllenhund Kerberos an seiner Seite. 

Die Münze des Diocletianus bildet die Stadtgöttin Alexandria ab. Sie hält den Serapiskopf und dokumentiert damit die enge Verbundenheit der Stadt mit dieser hellenistischen Gottheit. Kaiser Diokletian war der Begründer einer neuen Herrschaftsform. Die Viererherrschaft (Tetrarchie) stabilisierte das Römische Reich nach den Wirren der Soldatenkaiserzeit.

Die Tetradrachme des Kaisers Commodus zeigt ihn als Priester bei einem Opferritus am Altar des Serapis.

Die thrakische Provinzialprägung aus Mesambria zeigt auf der Vorderseite die zugewandten Bildnisse des Sohnes des Soldatenkaisers Philippus Arabs und des Gottes Serapis mit Kalathos. Auf der Rückseite ist der Gott mit Zepter in Segnungshaltung zu sehen.

 

Auf der römischen Provinzialmünze der phrygischen Stadt Hierapolis aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n.u.Z.  ist vorderseitig die Büste des Serapis und rückseitig die Standfigur der Isis mit Sistrum und Situla abgebildet.

Schon auf den frühen ptolemaischen Tetradrachmen gibt es gemeinsame Bildnissen von beiden Göttern.

 

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